Europäische Kulturtage

EUROPÄISCHE KULTURTAGE  5. MAI - 17. MAI 2020

 

Das Motto der Europäischen Kulturtage 2020 lautet "Europa - ein Versprechen". Wir beteiligen uns mit sechs Rundgängen am Programm. Das Gesamtprogramm ist unter www.europaeische-kulturtage.de abrufbar.

 

Die folgenden Rundgänge sind kostenlos, eine Anmeldung ist NICHT erforderlich.

1) Die Gartenstadt Rüppurr:

Die europäische Gartenstadtbewegung - nach über 100 Jahren wieder hochaktuell

 

Vor 120 Jahren kam die von Ebenezer Howard begründete Gartenstadtbewegung von England nach Deutschland. Seine sozialreformerischen und städtebaulichen Ideen gegen die damalige Wohnungsnot haben sich in Europa und international verbreitet. Sie können auch heute noch wesentliche Impulse geben für kostengünstige, soziale und naturnahe Siedlungs- und Lebensformen. Die Führung durch die beliebte Gartenstadt Rüppurr zeigt die erste derartige Wohnungsgenossenschaft in Deutschland.

 

Termine: Mi 6.5. um 17 Uhr + Do 14.5. um 17 Uhr

Dauer: ca. 2 h
Rundgangsleiterin: Sabine Straßburg

Treff: Apotheke am Ostendorfplatz 4 in Rüppurr

 

2) Der Krieg ist aus -

75 Jahre Kriegsende in Karlsruhe

 

Karlsruhe, von den Nationalsozialisten zur Festung erklärt, sollte eigentlich bis zum letzten Blutstropfen verteidigt werden. Es kam jedoch anders und die Stadt wurde quasi kampflos den Alliierten übergeben. Mit dem Einmarsch der Franzosen am 4. April 1945 endete der Krieg für die hiesige Bevölkerung und damit auch die nationalsozialistischen Gewaltherrschaft schon über einen Monat vor der endgültigen bedingungslosen Kapitulation am 7. Mai in Reims, die am 8. Mai in Kraft trat. Wie erlebten die Karlsruher die letzten Kriegs- und ersten Besatzungstage? Trotz Jagdbomber und Artilleriebeschuss gab es auch hoffnungsvolle Momente in der stark zerstörten Stadt.

 

Termin: Fr 8.5. um 16.30 Uhr

Dauer: ca. 2 h

Rundgangsleiterin: Renate Straub

Treff: Karl-Friedrich-Denkmal am Schlossplatz

 

 

3) Wie ein Phönix aus der Asche -

Nachkriegszeit in Karlsruhe und erste Schritte zur europäischen Verständigung

 

Drei Monate nach Einnahme Karlsruhes durch die Franzosen musste die Stadt gegen den Willen de Gaulles den Amerikanern übergeben werden. Am 7. Juli zogen amerikanische Truppen in Karlsruhe ein. Ruinen, Trümmer-Lobberle, Hunger und Schwarzmarkt prägten die Jahre nach Kriegsende. Wie wurde die Bevölkerung mit dem Nachkriegsalltag fertig? Unter amerikanischer Besatzung sollte durch Veranstaltungen im Amerikahaus und in sogenannten Civic Centern des German Youth Activity Programmes eine Demokratisierung der Bevölkerung stattfinden. Nach der anfänglichen reeducation wurde nun eine Politik der reorientation verfolgt. Mit Gründung der Bundesrepublik 1949 begann in den 50er Jahren schließlich nicht nur das deutsche Wirtschaftswunder und der Wiederaufbau der Städte, sondern auch die deutsch-französische Aussöhnung. Karlsruhe spielte hier eine Vorreiterrolle.

 

Termin: Fr 15.5. um 16.30 Uhr

Dauer: ca. 2 h

Rundgangsleiterin: Renate Straub

Treff: Postgalerie am Europaplatz, Karl- Ecke Kaiserstraße

 

 

4) Lasst uns miteinander sprechen -

Von den Gesandtschaften in der Residenzstadt zu den heutigen Institutionen internationaler Zusammenarbeit

Bis zur Reichsgründung 1871 betrieb das Großherzogtum Baden eine eigenständige Außenpolitik. Badische Diplomaten berichteten der Regierung aus den Hauptstädten der europäischen Großmächte und zahlreiche auswärtige Gesandtschaften waren in Karlsruhe akkreditiert. Ging es in der klassischen Außenpolitik des 19. Jahrhunderts vor allem um die Wahrung nationaler Interessen, steht heute das Bemühen um ein gemeinsames Europa im Mittelpunkt der Außenbeziehungen der Stadt Karlsruhe. Wir folgen den Spuren, welche die Diplomaten von einst in Karlsruhe hinterlassen haben und erfahren, wie sich die heutigen internationalen Institutionen in unserer Stadt für ein gemeinsames Europa einsetzen.

 

Termine: So 10.5. um 15 Uhr + Sa 16.5. um 15 Uhr

Dauer: ca. 2,5 h

Rundgangsleiter: Oliver Albrecht
Treff: vor dem Eingang der Kunsthalle, Hans-Thoma-Str. 2

 

 

5) Frankreich und Baden -

Europa wächst zusammen

 

Leben und Politik in Baden wurden früher stark von Frankreich beeinflusst. Die Stadtgründung Karlsruhes, die Badische Revolution, die Reichsgründung 1871, Pyramide, Münze, Verfassung, Michelin - in allen Bereichen lässt sich eine Verbindung zu Frankreich finden. Napoleon weilte zu Besuch in der Stadt, seine Adoptivtochter Stephanie heiratete den badischen Thronfolger Karl, Mode und Kultur wurden von Frankreich vorgegeben. Wandeln Sie mit uns auf den Spuren der deutsch-französischen Geschichte, die nicht immer ungetrübt war, jedoch in einem Happy End mündete.

 

Termin: So 17.5. um 11 Uhr

Dauer: ca. 2 h
Rundgangsleiterin: Renate Straub

Treff: unter den Säulen der Stadtkirche am Marktplatz

 

 

6) Der Europaplatz -

und wie er zu seinem Namen kam

 

Lorettoplatz, Hauptpost, Europaplatz - der Platz trug schon unterschiedlichste Namen. Aber nicht nur Namen, sondern auch Denkmäler kamen und gingen. An die europäische Geschichte, die bis 1945 stark von Kriegshandlungen geprägt war, erinnerte beispielsweise das Leibgrenadierdenkmal, das dem Bau der Kombilösung vor einigen Jahren weichen musste, aber demnächst wieder, nicht ganz unumstritten, an seinen angestammten Platz zurückkehren wird. Als Kontrapunkt zum sieghaften Greif des Grenadierdenkmals und Symbol für das neu entstandene Europa nach dem zweiten Weltkrieg wurde 1979 der Europabrunnen vor dem Hauptpostgebäude eingeweiht, den ein "Phönix aus der Asche" zierte. Die Figur, im Volksmund auch schwangerer Truthahn genannt, existiert noch immer, wenn auch ohne Brunnenfunktion und nicht mehr am Europaplatz. Sie fristet ihr Dasein am Festplatz neben der Stadthalle.

 

Termin: So 17.05. um 15 Uhr
Dauer: ca. 1 h

Rundgangsleiterin: Susanne Stephan-Kabierske

Treff: Postgalerie am Europaplatz, Karl- Ecke Kaiserstraße

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