Areal C: Fall des Funkturms

Heute um kurz nach 13 Uhr fiel der Funkturm auf dem Areal C, dem ehemaligen Shoppingcenter der Amerikaner. Er wurde nicht gesprengt, sondern eher wie ein Baum gefällt. Hier ein paar Impressionen für Sie:

Die Sollbruchstelle ist deutlich am "Stamm" zu erkennen. Für das Fällen wurde eine Spezialfirma beauftragt, die mit einem ferngesteuerten Bagger anrückte.

Um den Turm endgültig zu Fall zu bringen, müssen nun nur noch die pink markierten Dreiecke ausgemeißelt werden.

Und genau das macht jetzt der Bagger. Erst auf der einen Seite.

Und nach getaner Arbeit fährt er auf die andere Seite, um dort sein Werk zu vollenden.

Jetzt hält den Mast nichts mehr! Er fällt - wenn auch zunächst relativ langsam.

Damit der Aufprall und die damit einhergehende Erschütterung für die umliegenden Gebäude nicht so groß ist, fällt der Turm auf eine schon Tage vorher von den Bauarbeitern aus Trümmern zusammengeschobene Aufschüttung.

Und jetzt schauen wir uns das Ganze mal von der anderen Seite an.

Kaum hat sich der letzte Staub verzogen, als sofort in geschlossener Formation die Bagger der Abrissfirma Oettinger heranrollen, um sich über die "Leiche" herzumachen und diese auseinander zu nehmen.

Mit dem Meißel wird die Betonhülle des Funkmastes zerstört. Durch das hohle Innere ziehen sich viele, viele Kabel.

Und noch einmal Perspektivenwechsel. Jetzt der Blick von der Erzberger Straße. Es geht dem Stumpf an den Kragen.

Während sich der rechte Bagger weiter in den Stumpf verbeißt, zerstört der linke dahinter fleißig die Betonhülle des gefallenen Mastes. Morgen wird wohl nicht mehr viel übrig sein! -

Jetzt steht nicht mehr viel auf dem Gelände, nachdem vor ein paar Tagen auch die Tankstelle gefallen ist.

Ein ausgesprochen formschönes Dach, getragen von ästhetischen Stützen. Solch eine Säulenform ist inzwischen wieder topmodern.

Das ist der Rest vom Fest. -

Nun verbleibt im Wesentlichen nur noch das Exklinikgebäude, das die Amerikaner 1989 als Zahn- und Poliklinik errichtet hatten. Da wussten sie natürlich noch nicht, dass wenige Monate später die Mauer fallen, zwei Jahre später die Sowjetunion aufhören würde zu existieren und der Kalte Krieg Geschichte sein würde. Zumindest vorerst...

1995 verließen die Amerikaner Karlsruhe.

Hier das Klinikgebäude (später u.a. als Tanzschule genutzt) in der ursprünglichen Farbgebung. Letzten September/Oktober wurde es im Rahmen des Streetart-Festivals etwas bunter:

In 2 - 3 Wochen wird aber auch das Geschichte sein. Dann verbleibt vorerst noch das frühere Gebäude des Roten Kreuzes, das die Abrissfirma Oettinger temporär als Büro nutzt.

Wenn im Sommer das KSC-Fangebäude mit den Musikproberäumen im Keller verschwindet und später auch noch der Supermarkt Kliver abgerissen wird, gibt es nur eine Erinnerung an die Amerikaner im Neubauviertel "Zukunft Nord": Der NCO-Club!

NCO-Club und NCO-Hort








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