Der Osterhase

Der Osterhase wäre systemrelevat und würde deshalb auch dieses Jahr kommen, hat laut BNN die neuseeländische Regierung verkündigt. Und auch für die europäischen Staaten mit strikter Ausgangssperre gilt: für einen systemrelevanten Beruf darf man weiterhin die Wohnung verlassen. Damit also freie Bahn für den Osterhasen. Wir hoffen, dass er schon bei Ihnen vorbei geschaut hat!

Und nun ein paar historische Worte zum Osterhasen: Die erste schriftliche Erwähnung geht auf das Jahr 1682 zurück. Ein Heidelberger Arzt schrieb in seiner Dissertation, dass der Verzehr von zu vielen Ostereiern, die der Osterhase bringt, zu einer Magen-Darmstörung führen kann. Die Ursprungsregion des Osterhasen ist also der Oberrhein (Baden, Pfalz, Elsass). Von hier trat er den Siegeszug in die Welt an. Dieser Siegeszug verlief aber nicht gradlinig, sondern der Hase musste zunächst einige Konkurrenten hinter sich lassen: Fuchs (Hannover), Henne (Tirol), Hahn (Oberbayern, Österreich, Thüringen, Schleswig-Holstein), Storch (Thüringen), Kuckuck (Schweiz), Kanninchen-Nasen-Beutler (Australien) etc. waren früher ebenfalls als Gabenbringer in der Osterzeit im Einsatz.


Erst ab ca. 1800 war der Osterhasen in den deutschen Städten einigermaußen flächendeckend präsent, auf dem Land dauerte es bis nach dem 1. Weltkrieg. Zu seiner Verbreitung trugen maßgebend drei Branchen bei: Die Süßwarenindustrie, die Postkartenindustrie und die Verlage mit ihren Kinderbüchern.


"Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts" - Gibt es bei dieser Redensart einen Zusammenhang mit dem Osterhasen?

Nicht wirklich. Viktor Hase war ein Heidelberger Student. Sein Kommilitone hatte bei einem verbotenen Duell seinen Gegner getötet und wollte sich nun über die Grenze nach Frankreich absetzten und dort zur Fremdenlegion gehen. Den Grenzübertritt schaffte er mit Hilfe der Studentenkarte von seinem Freund Viktor Hase, die er danach wegwarf. Diese wurde gefunden und an die Universität Heidelberg zurückgeschickt. Bei der Untersuchung des Falls wurde Viktor Hase vorgeladen und aufgefordert, eine Aussage zu dem Vorfall (Duell, Flucht) zu machen. Aber Herr Hase antwortete: "Mein Name ist Hase, ich verneine die Generalfragen. Ich weiß von nichts."


Mit Ostern endet die katholische Fastenzeit. Ist Ihnen bewusst, dass Sie eigentlich täglich das Fasten brechen? Und zwar jeden Morgen mit dem Frühstück, denn in der Nacht haben Sie ja geschlafen und somit quasi gefastet. Der englische Begriff "breakfast" für Frühstück besteht aus den Verben "to break" = brechen und "to fast" = fasten.


Und dazu nun die tägliche Quizfrage;

Bis 1917 gab es für die Katholiken nicht nur das vorösterliche Fasten sondern noch eine zweite gebotene Fastenzeit. Diese lag

o vor Weihnachten

o vor Pfingsten

o vor Maria Empfängnis

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Lösung von gestern: Ab Ende der 60er Jahre wurden die Schutzräume aus Kostengründen nur noch mit einem Grundschutz versehen.



D.h. der Raum sollte nicht gegen einen direkten Bombeneinschlag schützen. Daher reichte eine Deckenstärke von 40 cm.


In Karlsruhe hätte ca. jeder vierte Bewohner Platz in einem Schutzraum gefunden. 1987 lag die Quote bei 23 %. Auf ganz Baden-Württemberg bezogen wären es hingegen nur 2,18 % gewesen, da es auf dem Land wegen der geringeren Gefährdungslage eher keine Schutzräume gab.





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