• Klaus Ackermann

Schloss Gottesaue und die Cola-Flasche

Wahrhaftig abwechslungsreich liest sich die Geschichte von Schloss Gottesaue. Erbaut 1588, also in einer Zeit, als weit und breit zwischen Mühlburg und Durlach nicht viel mehr als Bäume und Sträucher standen. Nach der Zerstörung des im Jahre 1094 ursprünglich an dieser Stelle gegründeten Klosters Gottesaue hat sich Markgraf Ernst Friedrich von Baden-Durlach (der Sohn von Karl II., bekannt als „Karle mit der Tasch“) ein prunkvolle Lust- und Jagdschloss im Renaissance-Stil errichten lassen. Aber auch das wurde in den folgenden Jahrhunderten mehrfach zerstört, wieder aufgebaut, und dem Stil der jeweiligen Zeit entsprechend umgebaut. Unter anderem diente es als Gutshof, Kaserne und Polizeischule.

Schloss Gottesaue (Westansicht)

Während des zweiten Weltkriegs wurde das Schloss Gottesaue zwischen Mai und Juli 1944 durch mehrere Angriffe amerikanischer Verbände schwer getroffen und erneut völlig zerstört. Die beiden Südtürme waren einsturzgefährdet und mussten sogar gesprengt werden, die Ruine wurde zunächst bautechnisch konserviert. Erst 1977 begann der Wiederaufbau, bei dem man sich von dem Gedanken leiten ließ, dass in der wechselvollen Geschichte dieses Schlosses „jede Zeit sich das Recht genommen hat, es nach ihren Bedürfnissen und ihrem Geschmack zu nutzen und zu verändern“. (Bauleiterin Dipl.-Ing. Barbara Jakubeit).


Stahlwendeltreppe im sog. Schneckenturm (mittlerer Turm an der Westseite)








Die kreuzgewölbte Pfeilerhalle des Kellers ist der einzige originale Raum des ursprünglichen Schlosses






Da man sich für die Staatliche Hochschule für Musik als künftigen Nutzer entschieden hatte, lag die architektonische Herausforderung darin, die Ruine, die vor ihrer letzten Zerstörung kunsthistorisch gesehen, von zwei Epochen - Renaissance und Barock - geprägt war, so wieder aufzubauen, dass der Neubau den Anforderungen einer modernen Musikhochschule gerecht werden konnte. Zweifellos ist dies mit der Rekonstruktion des ursprünglichen Renaissancebaus im Einklang mit der modernen Innengestaltung auf eine beeindruckende Weise gelungen.


Doch was hat das nun alles mit einer Colaflasche zu tun?

Um auch an der Fassade deutlich zu machen, dass der Bau in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts entstand, hatte man die Idee, an verschiedenen Stellen Symbole dieser Zeit zu integrieren. Eines davon ist die Coca-Cola-Flasche unter dem Gesims des nordöstlichen Turms.

Nun zur heutigen Frage:

Welche neuzeitlichen Symbole wurden beim Wiederaufbau des Schlosses Gottesaue noch „in Stein gemeißelt“? Schauen Sie doch mal beim Schloss vorbei!

a) ein Space-Shuttle

b) ein TV-Gerät

c) ein Telefon

d) eine CD

(Es sind Mehrfachnennungen möglich)

(Fotos: davernos)


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Lösung von gestern: Die Antwort b) war richtig, die Dynastie der Flavier. Das Colosseum in Rom wurde während der Regentschaft der Kaiser Vespasian und Titus gebaut.

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